{"id":642,"date":"2012-02-06T19:59:28","date_gmt":"2012-02-06T18:59:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fhaga.de\/?p=642"},"modified":"2012-03-17T14:47:01","modified_gmt":"2012-03-17T13:47:01","slug":"stahlgotz-njoerhug-4","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.fhaga.de\/?p=642","title":{"rendered":"Stahlg\u00f6tz: I. Njoerhug (4)"},"content":{"rendered":"<p>Das der Beerdigung folgende Ritual, welches den neuen Hohepriester bestimmen w\u00fcrde, f\u00fchrten die sieben Adepten vor einen Altar stehend durch, um den Einen aus ihrer Mitte zu bestimmen. <\/p>\n<p>Die Priester waren in Meditation versunken, den Geist auf die Gefilde der \u00c4lteren G\u00f6tter gerichtet; die Bev\u00f6lkerung wartete in Stille, aber nicht in Unt\u00e4tigkeit den Ausgang des Zeremoniells ab. Stets bewegten sich einige Menschen von Gr\u00fcppchen zu Gr\u00fcppchen, man fl\u00fcsterte miteinander, tauschte Botschaften aus, streng darauf bedacht, die Ehre der Uralten nicht zu beflecken. <\/p>\n<p>Doch dann geschah etwas, mit dem keiner der Anwesenden gerechnet hatte. Aus den dunklen Wolken des Nachthimmels stie\u00df ein majest\u00e4tischer, riesenhafter Vogel auf die Anwesenden hinab und Furcht bem\u00e4chtigte sich der Herzen der Anwesenden. Der Bote der Uralten, der G\u00f6ttliche Falke Bjakko, landete inmitten der schreiend auseinanderlaufenden Menge. Die Dorbewohner warfen sich zu Boden, niemand wagte jetzt noch einen Laut von sich zu geben. Da erhob Bjakko seine Stimme und sprach:<\/p>\n<p>\u201eDer Schreiende Falke Bjakko, Herold der Dreiheit von Tirresund verk\u00fcndet die Vision Arsathas, des Donnermeisters mit den Worten des Kurduge, der Euch einst die Sprache schenkte:<\/p>\n<p>Aus den grotesken L\u00e4ndern der Nebelwelt<br \/>\nMarschiert die Gr\u00fcne Horde Milmists<br \/>\nUm Zobel und Forelle zu vergiften<br \/>\nUm Krankheit zu bringen Birke und Kiefer<br \/>\nUm unsere Ahnen zu verspotten<br \/>\nUnd um uns vom Angesicht der Erde zu tilgen.<br \/>\nDie Daimonoi des Isitorz, des Herren von Milmist<br \/>\nWerden Ihre Armeen senden \u00fcber das ganze Land<br \/>\nZu sch\u00e4nden, zu versklaven oder zu vernichten<br \/>\nWarnt Eure Br\u00fcder!<br \/>\nSch\u00fctzt Eure Kinder!<br \/>\nBegehrt Eure Weiber!<br \/>\nDenn die Toten werden zahllos sein.\u201c<\/p>\n<p>Bjakkos riesige Augen ruhten auf der Menge, er breitete seine imposanten Fl\u00fcgel aus, um in die Gefilde der Urahnen aufzubrechen. Doch irgendetwas schien ihn zur\u00fcckzuhalten.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich stand Bjakko in Flammen.<br \/>\nDer G\u00f6tterbote verging, doch er hatte seine letzte Mission erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Keiner der an den Rand des Platzes gedr\u00e4ngten Dorfbewohner wagte sich zu bewegen oder zu atmen. Der g\u00f6ttliche Falke brannte lichterloh, auch er verharrte und gab keinen Laut mehr von sich. Doch dann schien sich etwas einzumischen in diesen verlorenen Kampf. <\/p>\n<p>Um Bjakkos K\u00f6rper entstand eine silbern schimmernde Sph\u00e4re, deren glitzernde Oberfl\u00e4che sich schnell verdichtete um sich schlie\u00dflich in einem ohrenbet\u00e4ubenden Knall aufzul\u00f6sen.<br \/>\nNoch immer erhob niemand seine Stimme. Nichts k\u00fcndete mehr von dem gerade erlebten Kampf der G\u00f6tter. <\/p>\n<p>F\u00fcr Yrdokaan scheinen Stunden zu vergehen, bis endlich einer spricht. Es ist der neu gew\u00e4hlte Hohepriester der Dreiheit, ein junger Mann namens Orlend. Er stammt nicht aus dem Dorf, er ist nicht einmal ein Warskogedir, doch seine Stimme hat Gewicht.<\/p>\n<p>[Ende des ersten Kapitels. Demn\u00e4chst geht es weiter mit &#8222;Die Kleinen Gr\u00fcnen M\u00e4nner&#8220; (Arbeitstitel)]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das der Beerdigung folgende Ritual, welches den neuen Hohepriester bestimmen w\u00fcrde, f\u00fchrten die sieben Adepten vor einen Altar stehend durch, um den Einen aus ihrer Mitte zu bestimmen. 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