{"id":12,"date":"2011-12-07T12:50:04","date_gmt":"2011-12-07T11:50:04","guid":{"rendered":"http:\/\/user13.wordpress.mibeg-cms.de\/?page_id=12"},"modified":"2012-01-31T10:52:49","modified_gmt":"2012-01-31T09:52:49","slug":"der-mythos-2-teil","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.fhaga.de\/?page_id=12","title":{"rendered":"Mythos, zweiter Teil"},"content":{"rendered":"<h2>II. Von der Entstehung der Tage und N\u00e4chte<\/h2>\n<p>Lange Zeit lebten die Goeddar friedlich zusammen, gebaren Kinder und  Kindeskinder und teilten sich die Herrschaft \u00fcber die Welt. Doch wu\u00dften  alle, dass dieses Leben nur durch den Verrat ihrer K\u00f6nigin Atomis m\u00f6glich  geworden war, die sich zwar als Erste unter Gleichen bezeichnete, aber  mit eiskalter Berechnung diejenigen bestrafte, von denen sie glaubte,  dass sie nach ihrem Thron trachteten.<\/p>\n<p>Eines Tages wurde Rakk geboren, eines der vielen Kinder Gholeds, des Herrn der W\u00f6lfe und Janka, der Schwester der B\u00e4ume. Er war kr\u00e4ftiger und  gr\u00f6\u00dfer als die anderen Kinder und geschickt im Umgang mit dem Speer,  einer Waffe, die er selbst gemacht hatte. Da seine Eltern um die  Eifersucht der Atomis wu\u00dften, hielten sie seine Geburt jedoch geheim; er durfte die W\u00e4lder, die Gholeds und Jankas Reich waren, nie verlassen.<\/p>\n<p>Sein Bruder Reanor liebte Rakk \u00fcber alles und erz\u00e4hlte oft mit stolz  geschwellter Brust die Geschichten, die er mit seinem Bruder erlebt  hatte. So kam es, da\u00df auch einer der Spione der Atomis, der schlaue Gott  Kobolot, Sohn der Kirt, der obersten Bibliothekarin und des Walertan  Utze, Meister der R\u00e4tsel, eine dieser Geschichten vernahm. Doch anstatt  mit den Neuigkeiten zu seiner Herrin zu eilen, machte er sich auf die  Suche nach Rakk dem Sperrtr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich fand er den t\u00fcchtigen  Krieger, setzte sich und sprach zu ihm: &#8222;Rakk, ausgezeichneter K\u00e4mpfer  und geschicktester Wolfsreiter unter den Goeddar, ich bringe dunkle  Kunde. Schon bald wird die Herrin Atomis von Deiner Existenz erfahren  und Deinem Leben ein Ende bereiten wollen. Darum rate ich Dir: Baue ein  Schiff und segle mit deinen treuesten Dienern nach dem Norden ohne  Abschied zu nehmen; nach langer Fahrt wirst Du auf eine Insel sto\u00dfen,  die Dir vielleicht kalt und unbehaglich erscheinen wird, doch sollst Du  dort eine Festung errichten. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem  Atomis auch dieses Versteckes gewahr wird, doch dann werde ich bei ihr  sein und gemeinsam werden wir Atomis vernichten.&#8220;<\/p>\n<p>Und so kam es, dass Kobolot seiner Herrin eines Tages berichtete, dass er  einen Gott ungew\u00f6hnlicher Macht aufgesp\u00fcrt hatte und beide fuhren gen  Norden, denn die G\u00f6ttin konnte es nicht ertragen, da\u00df einer Ihr  ebenb\u00fcrtig sein sollte.<\/p>\n<p>Rakk, der das Schiff kommen sah, befahl seinen Dienern Position in der  Festung zu beziehen, er selbst stellte sich auf den h\u00f6chsten Turm, mit  dem m\u00e4chtigsten und l\u00e4ngsten \u00a0Speer bewaffnet, den er in den Jahren der  Einsamkeit erschaffen hatte.<\/p>\n<p>Es entbrannte ein gewaltiger Kampf, in dem alle Diener beider Seiten auf  greu\u00dfliche Art und Weise den Tod fanden, bis nur noch Atomis, Rakk und  Kobolot \u00fcbrig waren. Atomis und Rakk rangen miteinander, denn keiner von  beiden vermochte es, den anderen zu \u00fcberwinden; Kobolot aber hielt sich  versteckt, da er seine Kr\u00e4fte sparen wollte und sich noch nicht im  Klaren dar\u00fcber war, wer den Kampf gewinnen sollte. Als nach etlichen  Stunden Atomis und Rakk geschw\u00e4cht waren und immer noch keine  Entscheidung fallen wollte, griff Kobolot ein: Er begab sich geschwind  in den R\u00fccken der Atomis und versetzte ihr einen Dolchsto\u00df, den die  Atomis allerdings nur als Nadelstich wahrnahm. Doch drehte sie sich um, fassungslos, dass ihr eigener Sch\u00fctzling es gewagt hatte, sie zu  hintergehen. In diesem Moment jedoch stie\u00df Rakk seinen Speer mit solcher  Wucht durch ihren K\u00f6rper und in die Erde, da\u00df seine Spitze auf der  anderen Seite des Planeten wieder herauskam. Von so sagenhafter Macht  war der Speer in den Leib der Atomis gefahren, da\u00df die G\u00f6ttin selbst bis  in die Mitte Gables gerissen wurde*.<\/p>\n<p>Rakk war von diesem Kampf so ersch\u00f6pft, da\u00df er sich nie wieder v\u00f6llig  davon erholte und einen Gro\u00dftteil seiner Macht verlor. Kobolot jedoch  segelte zur\u00fcck nach Fhaga und wurde zum neuen K\u00f6nig der Goeddar gekr\u00f6nt.<br \/>\nDer Speer, der seit dieser Zeit im K\u00f6rper Gables steckt, wird heute  Erdachse genannt, da die Welt sich um ihn zu drehen begann und so Tag  und Nacht entstanden sind. Ger\u00fcchten zu Folge wird die Sperrspitze, die  im S\u00fcden des Wasserplaneten herausragt, von einem gigantischen Mahlstrom  umspielt.<\/p>\n<p>*(Niemand ist allerdings der Meinung, da\u00df ihr K\u00f6rper dabei ganz blieb;  vielmehr r\u00fchrt es auch von dieser Begebenheit her, da\u00df die kleinsten  m\u00f6glichen Teile Atome genannt werden.)<\/p>\n<p>Weiter zum <a href=\"http:\/\/fhaga.de\/?page_id=92\">Mythos, dritter Teil<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>II. Von der Entstehung der Tage und N\u00e4chte Lange Zeit lebten die Goeddar friedlich zusammen, gebaren Kinder und Kindeskinder und teilten sich die Herrschaft \u00fcber die Welt. 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